Wahlprogramm 2026

Unsere Schwerpunkte

Kinder, Jugend und Soziales

Die Belastungen der Pandemie und die Erwartung an die Jugend Verantwortung für die Sicherheit des Landes zu übernehmen sind eine Bürde nicht abschätzbaren Ausmaßes für die heranwachsende Generation. Daraus resultiert eine gesellschaftliche Verpflichtung über Parteigrenzen hinweg solidarisch für die Belange der Jugend einzutreten. Es müssen Wege gefunden werden, kommunale Infrastrukturen der Jugendarbeit zugänglich zu machen.

Wir setzen uns ein für:

  • Die Schaffung von Orten, wo sich Jugendliche unvoreingenommen treffen können. Orte, an denen Sie sich begegnen, austauschen und gemeinsam Zeit verbringen können.
  • Die Umsetzung von Ideen von jungen Aarbergener Mitbürgern aus dem IKEK-Prozess. Zum Beispiel der Wunsch nach einem mobilen Pizzaofen für Feiern und andere Treffen, zur Nutzung in den verschiedenen Ortsteilen.
  • Die Aufwertung der innerörtlichen Plätze, z. B. durch einen Bouleplatz und wetterfeste Fitnessgeräte. Es soll zu Sport, Spiel und in der Sonne sitzen einladen.
  • Die Einrichtung von Naturspielplätzen, auch für die Nutzung der Kindergärten
  • Eine bessere Ausstattung bestehender Spielplätze.
  • Möglichkeiten zur Mitgestaltung, in Form von regelmäßigen Veranstaltungen, z.B. ein runder Tisch zum Austausch der Interessen.
  • Möglichkeiten, eigene Veranstaltungen durchzuführen, z.B. an den Orten, wo bereits Veranstaltungen wie die Weinstände stattfinden.
  • Die Nutzung der Natur, im Rahmen von Umwelttagen, Pflanzaktionen und Renaturierungsprojekte. Solche Aktionen vermitteln nicht nur Wissen, sondern auch Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt.
  • Die Bildung von Netzwerken als ein weiteres entscheidendes Element, um Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Indem verschiedene Institutionen – Schulen, Vereine, soziale Einrichtungen und Gemeinden – zusammenarbeiten, können synergetische Effekte entstehen.
  • Kooperationen zwischen Schulen und rettenden Institutionen (z.B. Feuerwehr, THW, DLRG, DRK), um die Jugendlichen zu stärken und ihnen u.a. Fähigkeiten im Zivilschutz zu vermitteln.
  • Einen Waldkindergarten in privater Trägerschaft. Damit möchten wir den Familien kurze Wege, verlässlichere Kindergartenbetreuung und eine Wahl zwischen verschiedenen Kindergartenkonzepten ermöglichen.
  • Ein „wir“ in Aarbergen, das heißt soziales Miteinander und ehrenamtliches Engagement fördern. Ziel ist es, auch generationsübergreifend die Gemeinschaft in Aarbergen sichtbar und erlebbar zu machen. Vereinsübergreifende Projekte, wie beispielsweise die Weihnachtsstände in den einzelnen Ortsteilen, oder das gemeindliche Quartierskonzept unterstützen wir ausdrücklich auch nach Auslauf der Förderung!

Mobilität für Alle

Wir treten ein für:

  • Dass Busse und Bahnen attraktiver werden. Das bedeutet öfter fahren, besser miteinander verbunden sind und neue, moderne Fahrzeuge eingesetzt werden.
  • Wir unterstützen die Idee, die Aartalbahnstrecke wieder zu nutzen.
  • Eine bessere Kennzeichnung von Fahrradwegen an Abzweigungen und Gefahrenstellen (z.B. Einfahrt Michelbach oder Kettenbach von B 54) zum Schutz für Autofahrende vor überraschenden Einschlägen am PKW.
  • Jeder soll mobil sein können, egal wo er wohnt. Auch kleine Orte (wie Daisbach) oder Einrichtungen zwischen den Ortsteilen (Freie Schule) brauchen deshalb gute Busverbindungen zu Orten, die auch eine Bahnverbindung haben.
  • Das Haltestellen barrierefrei und gut ausgestattet werden. Informationen zu Fahrzeiten sollen einfach und auch digital zugänglich sein, damit alle den Nahverkehr nutzen können. Die Lesbarkeit von Fahrplänen auch für Sehbehinderte Menschen soll verbessert werden.
  • Das Fahrräder auch über längere Strecken sicher transportiert werden können. Die Einrichtung eines Fahrradruftaxis oder planmäßiger Einsatz von Anhängern bei Bussen bieten hier Lösungen.
  • für flexible Angebote wie Rufbusse und Shuttles, die auf Bestellung fahren. So können auch höher gelegene Orte und Ortsteile angebunden werden.
  • die Verbindung nach Bad Schwalbach mit dem Umstiegsplatz Breithardt so zuplanen, dass man bei Fahrten von Aarbergen oder nach Aarbergen direkt umsteigen kann.
  • Gut vernetzte Linien, abgestimmte Fahrpläne und kurze Umstiegszeiten den Alltag mit Bus und Bahn praktischer und damit leichter zugänglich machen.
  • Den Ausbau eines Radwegs von Kettenbach nach Daisbach mit Anbindung der Freien Schule.
  • Das Lade- /Service-stationen für e-Fahrräder eingerichtet werden
    (Mainova soll angesprochen werden, um Lade-/Servicestationen einzurichten und zu bezahlen)
  • Eine bessere Anbindung von/nach SWA im ÖPNV und für Radfahrende erfolgt.
  • Durchgängig Tempo 30 innerorts gilt, insbesondere auch auf den Durchgangsstraßen
  • Das Einrichten von Fahrradstraßen insbesondere bei Straßenzügen, die soziale Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Heimen) anbinden, geprüft wird.
  • Die Engstellen in den Dörfern so gestalten werden, dass ggf. nur ein Fahrzeug in eine Richtung  durchfahren kann und der Fußweg in seiner ganzen notwendigen Breite abgebildet wird.
  • Alle Fußwege erhalten,  bei Bedarf unterhalten und erneuert werden. Dies gilt auch für fußläufige Verbindungen an den Ortsrändern um ins Feld oder in den Wald gehen zu können.
  • Für besseren öffentlichen Nahverkehr da es gut für die Umwelt und die Natur ist.  Es weniger Lärm und Stau gibt. Es macht das Leben angenehmer und die Orte, in denen wir leben, werden dadurch besser.

Bürgerinformation und Transparenz

Unser Ziel ist es die Menschen umfassender und verständlicher zu informieren:

  • Bürgerfragestunden auch in den Ortsteilen.
  • Die Einbindung von Kinder und Jugendliche bei Entscheidungen in ihrem Ortsteil und das
    Begründen des Ergebnisses der Entscheidung ihnen gegenüber.
  • Die Erläuterung, warum z.B. der barrierefrei Umbau von Bushaltestellen oder die Sanierung fußläufiger Verbindungen bisher nicht umgesetzt werden konnten.
  • Gute Informationen, so wie es bei der Grundsteuerreform erfolgt ist.
  • Das Engagement von Einwohnerinnen und Einwohnern zu nutzen, um zum Beispiel  einfache bauliche Maßnahmen in ihrem Ortsteil umzusetzen.
  • Das Veröffentlichen aller Informationen in leichter Sprache.

Wohnen und Arbeiten

Wir wollen:

  • Wir wollen, dass mehr Menschen in der Mitte des Dorfes wohnen. So bleibt das Dorf lebendig.
  • Alte und leere Häuser oder Gebäude sollen wieder genutzt werden. Das macht das Dorf schöner, die Lebensqualität besser und schützt die Natur.
  • Gezielte Ansprache von Eigentümern durch die Gemeinde, um leerstehende Gebäude im Dorf für eine neue Nutzung (Wohnen, Gewerbe) zu gewinnen und sie bei der Entwicklung positiv begleiten.
  • Die Umsetzung eines Konzeptes für Quartiere in Bezug auf die Wärmebedarfsdeckung mitgestalten.
  • Vernetzung von Menschen, die neue Wärmequelle nutzen wollen mit Unterstützung der Gemeinde.
  • Erhebungen zu Wärmebedarfen von Wohnen und Gewerbe aufgrund aktuell bereits beauftragter Untersuchungen ggf. miteinanderverbinden und aktiv durch die Gemeinde beitragen.
  • Neue Firmen sollen am Rand des Dorfes bauen, damit die Mitte lebendig bleibt und die Natur geschützt wird.
  • Wir nehmen an, dass  Gewerbegebiete am Dorfrand, Unternehmen eher gute Bedingungen für eine Entwicklung haben. Dabei soll aber auch darauf geachtet werden, dass die Unternehmen mit Bus oder Bahn erreichbar ist.
  • Wir wollen die Wirtschaft stärken, aber möglichst keine Flächen verschwenden.
  • Firmen, die sich aus den Ortskernen verlagern wollen, sollen bei der Suche eines anderen Standortes in Aarbergen von der Gemeinde unterstützt werden. Energieberatung vor Ort kostengünstig anbieten.

Schutz von Gewässern und Böden

Wir setzen uns ein:

  • Die Erneuerung der Kläranlage zum Schutz der Aar und weil sie weiter ihre gute Reinigungsleistung bringen soll.
  • Einen Regenrückhalt auf den eigenen Grundstücken in den Orten. Möglichst soll die Gemeinde Anreize schaffen, um den Bau von Zisternen und das Entsiegeln von Flächen fördern.
  • Dass Steingärten als versiegelte Flächen in die Abwassersatzung aufgenommen werden. Sie dürfen nach den Vorgaben der Bauordnung als auch dem Naturschutzrecht nicht auf den Grundstücken angelegt werden. Eine Lösung auf gemeindlicher Ebene ist sie entsprechend anderer versiegelter Flächen, wie Parkplätze zu behandeln.
  • Trennkanalisation auch innerorts bei Sanierungsvorhaben zu prüfen. Bei der Trennkanalisation wird Regenwasser von Dachflächen nicht mit Schmutzwasser aus den Wohnungen vermischt. Dies schafft viele Vorteile, da die Kläranlage viel besser ihre Aufgaben der Reinigung wahrnehmen kann und die Dimension der Kanäle geringer ausfallen kann. Das Regenwasser wird direkt in die Bachläufe abgeführt oder aber auch auf den Grundstücksflächen selbst versickern kann.
  • Regenrückhalt im Wald. Hierzu sollten vermehrt Mulden geschaffen werden, die sich bei Starkregen füllen können und dann das Wasser erst nach und nach in den Boden versickern kann. Dies führt auch dazu, dass sich unsere Trinkwasserbestände im Untergrund wieder besser erholen können.
  • Auch innerörtlich soll geprüft werden, ob weitere Flächen bestehen, die bei Starkregen Wasser besser versickern lassen können. Hier sehen wir zum Beispiel eine Möglichkeit in Michelbach, auf dem Brühlplatz.
  • Die Idee Menschen im Aarbergener Land dazu berichten zu lassen, wenn sie Maßnahmen zum Regenrückhalt auf ihren Privatgrundstücken umgesetzt haben und sie damit auch gute Erfahrungen beim Starkregen erlebt haben.
  • Die Sicherung unserer Quellgebiete, Brunnen und Schürfungen, um langfristig in ausreichender Qualität Trinkwasser bereitzustellen. Auch das Leitungssystem ist entsprechend in gutem Zustand zu halten.
  • Den Schutz auch unserer Bäche vor Verunreinigungen. An unseren Bächen sollen die Kinder wieder ohne Gefahr durch Verunreinigungen spielen können.